Einteilung der Epilepsien

Epilepsien werden einerseits nach ihrer Ursache, andererseits nach ihrem Erscheinungsbild eingeteilt.

Bezüglich der Ursache ist eine Dreiteilung üblich:

Strukturell-metabolisch (früher: symptomatisch)
die Ursache der Epilepsie ist bekannt, z.B. Hirnverletzung
Genetisch (früher: idiopathisch)
die Ursache der Epilepsie ist eine erblich erhöhte Anfallbereitschaft, wobei ein unbekannter Auslösefaktor hinzu kommt.
Unbekannte Ursache (früher: kryptogen)
es kann nach heutigem Wissen keine Ursache gefunden werden, es wird jedoch eine unbekannte Störung (z.B. Stoffwechsel) vermutet.

Petit mal

Petit mal Anfälle erscheinen weniger dramatisch und werden daher oft nicht als Epilepsie angesehen, die Anfälle häufig übersehen. Die häufigste Form im Schulalter sind die

Absencen

Absencen sind kurze Bewusstseinspausen. Sie wurden in der Literatur im Struwwelpeter in Form des „Hans guck in die Luft“ beschrieben:

Grand mal

Der bekannteste Anfall ist der Grand mal Anfall. Mit ihm werden Epilepsien in der landläufigen Meinung verbunden. Er verursachte die Bezeichnung „Krampfanfall“.

Der Grand mal Anfall verläuft in mehreren Phasen, die teilweise auch übersprungen werden können:

Fokale Anfälle

Einfach fokale Anfälle

Einfach fokale Anfälle werden ebenfalls häufig nicht als epileptische Anfälle erkannt. Sie können ein „buntes Bild“ darstellen, je nach der Hirnregion, die am Anfallsgeschehen teilnimmt. Da der „Herd“ jedoch in der Regel bei dem einzelnen Patienten an einer bestimmten Stelle sitzt, sind diese Anfälle bei der einzelnen Person meist gleichförmig.

Man unterscheidet die Anfälle nach dem Ursprungsort und der Erscheinungsform: