Entwicklung Epilepsie Home

Epilepsie im Kindesalter

Hippokrates erkannte bereits die Epilepsie als Krankheit des Gehirns. Durch ihre erschreckende Erscheinungsform mit beängstigenden Symptomen wurde sie jedoch lange dämonisiert und ihre Erforschung behindert.

Der epileptische Anfall ist eine Funktionsstörung des Gehirns, welche plötzlich auftritt und sich durch Phänomene des motorischen, sensibeln, sensorischen, vegetativen und psychischen Bereichs in unterschiedlicher Kombination äußert. Je nachdem, welcher Gehirnteil an der epileptischen Reaktion teilnimmt, können unterschiedliche Anfälle auftreten.

Epileptische Anfälle sind Zeichen für eine Funktionsstörung des Gehirns und können bei jedem Menschen jederzeit auftreten. Handelt es sich um eine vorübergehende Funktionsstörung (Fieber, Hirnhautentzündung, Alkoholentzug,....), sprechen wir von Gelegenheitsanfällen

Treten mehr als 3 epileptische Anfälle ohne Auslöser auf, spricht man von einer Epilepsie. Man kann davon ausgehen, dass jeder cerebrale Krampfanfall das erneute Auftreten eines Anfalls bahnt. Dadurch werden die Abstände der Anfälle kürzer und die Anfälle können auch heftiger werden.

In der Regel zeigen Patienten immer den gleichen Anfallsablauf, nur wenige weisen eine Vielzahl von Anfallsformen gleichzeitig auf. Daher ist der Begriff Epilepsie nur ein Oberbegriff, man sollte von Epilepsien sprechen, die in unterschiedliche Epilepsie-Syndrome eingeteilt werden. Die Einteilung ist wichtig für die Entscheidung über die Prognose, d.h. den vermutlichen spontanen Verlauf der Erkrankung, die Therapiemöglichkeit und den Umgang mit der Epilepsie im Alltag.